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31.03.2021

Das Gelbe vom Ei

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Osterzeit ist Eierzeit

Warum ist das eigentlich so? Was haben Hühnereier mit Ostern zu tun? Wo kommt dieser Brauch eigentlich her?
Tatsächlich gibt es hier zwei verschiedene Herangehensweisen. Zum einen gilt das Ei im Christentum als Symbol für die Fruchtbarkeit und Auferstehung Jesu. Im Mittelalter wurden die Eier sogar rot eingefärbt als Symbol für das vergossene Blut von Jesus.
Zum anderen war es im Mittelalter verboten, in der Fastenzeit weder Fleisch noch Eier zu essen. Nur legten die Hühner natürlich fleißig weiter ihre Eier, aber gegessen werden durften sie nicht. Aus diesem Grund mussten die Eier haltbar gemacht werden und wurden gekocht. Da sich in der Fastenzeit reichlich gekochte Eier ansammelten, wurden diese mit zur Kirche genommen oder bemalt und in Bäume und Sträucher gehängt. Eier, welche in der Karwoche, also die Woche unmittelbar vor Ostern gelegt wurden, galten als heilig. Ostersonntag war schließlich der Tag der Tage und nun durften wieder Fleisch und Eier gegessen werden, weshalb es häufig direkt zum Frühstück gekochte Eier gab.
Die Tradition des Eierfärbens wird noch heute häufig mit der ganzen Familie zelebriert und am Ostersonntag ein buntes Ei frühstücken gehört auch für viele zur Ostertradition.

Apropos Eier färben

Habt ihr schon mal versucht mit Rotkohl, Roter Beete oder Kurkuma eure Ostereier einzufärben? Tatsächlich ist es mit so vielen Lebensmitteln möglich den Hühnereiern eine andere Farbe zu geben, ein Zurückgreifen auf chemisch hergestellte Eierfarben ist überhaupt nicht nötig. Ihr findet sogar ein Rezept zum Eierfärben mit Naturfarben auf eurem Monsieur Cuisine connect oder direkt in der App und auf www.monsieur-cuisine.com
Richtig goldgelbe Eier bekommt ihr zum Beispiel mithilfe von Kurkuma.
Dafür müsst ihr einfach 300ml heißes Wasser mit zwei Teelöffeln gemahlenem Kurkuma für 5 Minuten auf Stufe 2 bei 100°C kochen. Den heißen Sud füllt ihr in einen Gefrierbeutel, fügt noch einen Esslöffel Essig hinzu und die Eier, welche gefärbt werden sollen. Euren Mixbehälter befüllt ihr anschließend mit einem Liter Wasser und knotet den Gefrierbeutel zu, sodass keine Flüssigkeit austreten kann. Anschließend den Gefrierbeutel in den tiefen Dampfgaraufsatz legen und die Eier Dampfgaren.
Für das ganze Rezept und noch mehr Farbinspirationen klickt ihr einfach auf diesen Link: http://bit.ly/OstereiermitNaturfarben.

Wenn schon denn schon

Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO gehört China mit über 22 Millionen Tonnen pro Jahr zu den größten Hühnereiproduzenten. Deutschland liegt im weltweiten Vergleich auf Platz 14 mit 923 Tausend Tonnen. Allein in den EU-Ländern wurden im Jahr 2019 pro Kopf durchschnittlich 12kg Eier verbraucht. Frankreich und Spanien sind EU-weit die größten Produzenten. Danach folgen Italien, Deutschland und die Niederlande.

Nun hat nicht jeder seine eigene Legehenne im Garten oder einen Bauernhof um die Ecke. Deshalb hilft es, wenn man die gedruckte Ziffernfolge auf dem Supermarkt-Ei entschlüsseln kann. Denn wenn wir schon an Ostern so viele Eier verbrauchen, dann doch am liebsten von „glücklichen Hühnern“. ;-) 

0-DE-1234567: Jede Ziffernfolge beginnt mit einer Nummer, diese gibt Aufschluss über die Haltungsform.
Hier für euch die Nummern im Überblick:
0 = ökologische Haltungsform
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfig- bzw. Kleingruppenhaltung
Je kleiner also die Zahl, desto mehr Platz hat eine Henne im Stall, desto häufiger darf sie sich draußen bewegen und desto artgerechter ist die Haltung.
0-DE-1234567:  Nach der ersten Nummer folgt das Länderkürzel, also wo stammt mein Ei eigentlich her. De = Deutschland, NL = Niederlande etc. So kannst du sichergehen, dass dein Ei keine weiten Wege zurückgelegt hat und somit auch etwas für die Umwelt tun. Denn je kürzer der Transportweg, desto weniger CO2 wird verbraucht.
0-DE-1234567: Mit den nachfolgenden Zahlen kannst du herausfinden, aus welchem Betrieb dieses Ei stammt und sogar die passende Stallnummer daraus identifizieren. 

Wie lange bleibt so ein „Supermarkt-Ei“ eigentlich frisch?

Ein großer Unterschied beginnt bereits in der Aufbewahrung im Lebensmittelhandel. Geht man in Europa einkaufen, sucht man Eier nicht in der Kühltheke, sondern ungekühlt in der Nähe der Milchprodukte oder der Obst- und Gemüseabteilung. In den USA hingegen gibt es sie ausschließlich gekühlt zu kaufen. Das liegt vor allem daran, dass in Europa die Eier nur abgebürstet werden, damit die natürliche Schutzschicht der Eierschale nicht beeinträchtigt wird. In den USA hingegen werden die Eier abgewaschen, dies kann die Schutzschicht der Eierschale beschädigen und somit könnten Keime ins Innere eintreten, wenn die Eier nicht gekühlt werden. Wird ein Ei nur gebürstet, so kann es nach dem Legen 18 Tage ungekühlt aufbewahrt werden, danach sollte es in den Kühlschrank. Wichtig ist: War ein Ei einmal im Kühlschrank muss es so lange im Kühlschrank bleiben, bis es verarbeitet wird. Die Kühlkette darf also nicht unterbrochen werden, denn es könnte sich sonst Kondenswasser auf der Eierschale bilden, welches mögliche Keime ins Innere tragen kann. 

Häufig passiert es, dass man nicht mehr genau weiß, wie lange die gekauften Eier schon in der Kühlschranktür verweilen. Um nun herauszufinden, ob die Eier noch genießbar sind, gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen könnt ihr die Eier einfach in eine Schüssel aufschlagen, sollten die Eier nicht mehr gut sein, werdet ihr es sofort merken, es riecht im wahrsten Sinne nach faulem Ei. :-) Zum anderen könnt ihr die Kaltwasserprobe machen. Einfach kaltes Wasser in ein Glas füllen und das Ei hineinlegen.
Treibt das Ei direkt an der Wasseroberfläche, so ist es alt und sollte nicht mehr verzehrt werden. Liegt es fest am Boden, so ist es noch sehr frisch. Bleibt das Ei nur mit dem „Popo“ am Boden und stellt sich leicht auf, so ist es schon ein paar Tage alt, kann aber noch verarbeitet werden.

Mythos: Weiße Eier kommen von unglücklichen Hühnern

Braune Eier seien gesünder, denn an der Farbe erkennt man die artgerechte Haltung des Huhns. Das ist leider falsch. Die Farbe sagt absolut nichts über die Haltung der Tiere aus. Hier ist allein ein Gen verantwortlich, welches beeinflusst, ob Hühner braune oder weiße Eier legen. Hühner, die braune Eier legen, bilden mit ihrer Schalendrüse rote und gelbe Farbpigmente, welche dann die Eierschale in verschiedenen Brauntönen färben kann. Hühner, die weiße Eier legen besitzen ein Gen, welches die Farbpigmentbildung verhindert. So kommt es zu den verschiedenen Eierschalenfarben.
Welche ihr davon nun nutzt, um für Ostern bunte Ostereier herzustellen, bleibt ganz eurem Geschmack überlassen. ;-)

Viel Spaß beim Färben und beim Kochen und Genießen der leckeren Eierspeisen.

© © NGV mbH, Foto: TLC Fotostudio
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