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30.07.2020

Das hat jetzt Saison - Kirschen

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Sommerzeit ist Kirschenzeit

Erst verzaubern uns die Kirschbäume im April und Mai mit ihrem Anblick, dann versüßt uns der Geschmack der saftigen Früchte die Sommermonate. Neben dem Kirschkernweitspucken kann man die kleinen Vitaminbomben ganz hervorragend verarbeiten und leckere Gerichte daraus kreieren. Im Jahr 2019 kamen übrigens über 50% der in der EU erzeugten Süßkirschen aus Spanien, Italien und Griechenland. Hier wurden mehr als 305 000 Tonnen geerntet. Die meisten Kirschen innerhalb der EU werden jedoch in Polen erzeugt. Mit knapp 200 000 Tonnen produziert Polen ca. 1/5 aller Kirschen in der EU. Die Kirsche ist und bleibt beliebt. 

Sauer oder Süß?

Süß- und Sauerkirschen sind botanisch gesehen verschiedene Arten, welche sich aber sehr ähnlich sind. Beide zählen zum Steinobst und zu den Rosengewächsen.Die Sauerkirsche wird in Amarellen und Weichseln unterteilt. Diese unterscheiden sich anhand des Fruchtsaftes. Weichseln haben einen färbenden Saft, Amarellen hingegen einen farblosen. Zur wohl bekanntesten Sorte der Sauerkirschen zählt die Schattenmorelle. Die Frucht der Schattenmorelle ist dunkelrot und schmeckt säuerlich. Der wahre Geschmack einer Sauerkirsche wird allerdings erst durch das Garen hervorgekitzelt. Sauerkirschen eignen sich deshalb perfekt für die Zubereitung von Kompott, Säften, Kuchen oder Marmeladen. Sauerkirschen können aber noch sehr viel mehr: Sie sind nicht nur in der süßen Küche zu Hause. Besonders zu Fleischgerichten verleiht die Sauerkirsche, zum Beispiel in Chutneys, die perfekte fruchtige und säuerliche Note.Die Süßkirsche wird je nach Festigkeit des Fruchtfleisches in Herz- oder Knorpelkirsche unterteilt. Sorten der Süßkirsche gibt es wiederum zahlreiche. Knorpelkirschen schmecken sehr aromatisch, weshalb sie sich am besten für den direkten Verzehr eignen. Zudem sind die Früchte sehr groß und haben ein „knackiges“ Fruchtfleisch. Natürlich schmecken sie auch köstlich als Konfitüre oder im Dessert. Die Herzkirsche hingegen ist viel kleiner und hat auch ein eher weiches Fruchtfleisch, weshalb sie auch zum Brennen von Kirschwasser verwendet wird.

Gesund und Rund

Reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen sowie eine ausgewogene Mischung an Provitamin A, Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin C und E bringen die Kirschen mit sich. Sie sind kleine Vitaminbomben. Zudem schlagen 100 Gramm Süßkirschen mit nur 60 kcal zu Buche und Sauerkirschen sogar nur mit 50 kcal pro 100 Gramm. Des Weiteren enthalten Kirschen den natürlichen Farbstoff Anthocyan, welcher zur Gruppe der Polyphenole gehört. Diese sind hervorragend für den menschlichen Körper, denn Polyphenole verhindern nachweislich die Zellschädigung durch freie Radikale. Der Farbstoff Anthocyan kann aber noch viel mehr: Er verlangsamt die Kohlenhydrataufnahme im Blut und begünstigt die Bildung blutzuckersenkender Hormone. Des Weiteren kann er erhöhten Harnsäurewerten entgegenwirken und somit u. a. Gichtbeschwerden reduzieren. Sogar für Sportler sollten Kirschen auf dem Ernährungsplan stehen. Kirschen wirken antioxidativ, das heißt, sie hemmen Entzündungsprozesse, welche Muskelkater begünstigen. Kirschen essen fördert also die Regeneration.

Lagerung

Die Kirsche ist, ähnlich wie die Erdbeere, bestenfalls direkt zu verzehren. Wer nicht alle Früchte direkt essen oder verarbeiten kann, sollte sie maximal bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Lass am besten den Stiel an der Frucht, denn dann bleibt sie länger frisch. Einfrieren kannst Du Kirschen natürlich auch. Im Gefrierfach sollten sie aber nicht länger als 10 Monate liegen.

Tipps zur Verarbeitung

Kirschen gehören zu den nicht nachreifenden Obstsorten. Daher sollten sie erst geerntet werden, wenn sie reif und vollausgefärbt sind. Generell gehören Kirschen eher zu den empfindlichen Früchten, sie können sehr leicht platzen. Deshalb sollten Süßkirschen nicht unter fließendem Wasser gesäubert werden, platzen sie dann auf, kann das Aroma ausgespült werden. Am einfachsten ist es, die Kirschen, kurz vor dem Verzehr, in einer Schüssel mit kaltem Wasser vorsichtig zu waschen. Den Stiel erst nach dem Waschen entfernen, auch hier kann sonst das Aroma „flöten gehen“. Wer vor der Herausforderung steht eine große Anzahl Kirschen entkernen zu müssen weiß, das wird eine mühselige Arbeit. Wir empfehlen Dir, die Kirschen zuvor ins Gefrierfach zu legen, denn so lassen sie sich leichter entkernen.Du kannst von der Kirsche eigentlich so ziemlich alles verwenden. Es empfiehlt sich, die Kerne nicht nur zum Weitspucken zu nutzen, sondern sie zu sammeln und sich ein eigenes Kirschkernkissen zu basteln. Die gesammelten Kerne ganz einfach unter heißem Wasser reinigen und trocknen. Einen alten und sauberen Kissenbezug nehmen und mit den Kernen füllen. Bestenfalls das Kissen zunähen oder einen Kissenbezug mit einem hitzeunempfindlichen Reißverschluss nehmen. Das Tolle an einem Kirschkernkissen ist, Du kannst es im Backofen erhitzen und so als Wärmekissen nutzen oder nach dem Erkalten im Kühlschrank als Kühlbeutel verwenden. 

Mythos oder Wahrheit

Nach dem Essen von Steinobst, wie Kirschen, Aprikosen oder Pflaumen soll man kein Wasser trinken, denn das führt zu Bauchschmerzen. Stimmt das? Ganz klares JEIN! Die Kombination von rohem Obst und Wasser im Magen führt an sich nicht zu Bauchschmerzen. Was aber definitiv zu Bauchweh oder Blähungen führen kann, ist der Verzehr von zu viel unverarbeitetem Obst. Gleiches gilt auch für Gemüse, vor allem für Rohkost. Bei der Verdauung von Obst und Gemüse entstehen Verdauungsgase. Wenn Dein Körper einen reichlichen Verzehr dessen nicht gewohnt ist, kommt es zu Blähungen und mitunter auch zu Bauchschmerzen. Der Mythos kein Wasser trinken zu dürfen, nachdem Du Kirschen gegessen hast, ist zudem auf frühere Zeiten zurückzuführen, als Wasser noch vorrangig aus Brunnen konsumiert wurde. Die Qualität des Wassers war dadurch natürlich eine andere als heute. Du kannst also beruhigt deine Sommerkirschen essen und im Anschluss Dein Glas Wasser trinken. ;-)

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