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23.04.2021

Das hat jetzt Saison - Rhabarber

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Der Frühlingsliebling

Der Rhabarber ist eines dieser typischen Lebensmittel, welche man entweder sehr mag oder eben nicht, ähnlich wie Spinat. Besonders in Kindheitstagen finden viele die Konsistenz und den fruchtig-sauren Geschmack doch recht gewöhnungsbedürftig. Im Alter jedoch ändern sich die Geschmäcker und der Rhabarber wird für viele zum Frühlingsliebling. Und auch wenn der Frühlingsliebling so süß und fruchtig um die Ecke kommt, handelt es sich doch um ein Gemüse. Also wundert euch nicht, wenn ihr im Supermarkt durch die Obstabteilung lauft und keinen Rhabarber vorfindet. Werft dann einfach einen Blick in die Gemüseabteilung, dort könnte er versteckt sein. ;-)
Warum schmeckt der Rhabarber, wie er schmeckt? Wo kommt er eigentlich her? Und was kann ich eigentlich alles mit Rhabarber machen? Wir haben euch das mal zusammengefasst und aufgeschrieben. :-)

Saison und Herkunft

Die Rhabarber-Ernte findet zwischen April und Juni statt. Abhängig von der Sorte sollten die Rhabarberstiele bestenfalls erst geerntet werden, wenn sie ca. 25cm lang sind und bereits eine grün-rote Farbe besitzen. Zu grün sollten die Stiele dabei nicht mehr sein. Die letzte Ernte sollte zusammen mit dem Spargelsilvester gefeiert werden, am 24. Juni, danach wird der Freiland-Rhabarber zu sauer und der enthaltene Oxalsäure-Anteil zu hoch.
Manch einer mag nun denken, dass der Rhabarber eine europäische Pflanze ist. Dies stimmt so nicht. Die Pflanze stammt aus dem Himalaja und ist somit asiatischen Ursprungs. Dort wurde sie zunächst als Heilpflanze genutzt und stand nicht auf dem Speiseplan. Über England kam der Rhabarber dann im 18. Jahrhundert nach Europa. Mittlerweile sind Deutschland und die Niederlande die größten Rhabarber-Produzenten Europas.

Wonach schmeckt Rhabarber eigentlich? Und welcher Teil der Pflanze ist essbar?

Zum Verzehr geeignet sind eigentlich nur die Stiele, jedoch nicht die Blätter. Die Stiele sind sehr aromatisch und schmecken sowohl sauer als auch süß. Dieser Geschmack entsteht durch die enthaltenen Fruchtsäuren wie Zitronen-, Apfel- und Oxalsäure. Beeinflusst wird der Geschmack des Rhabarbers auch vom Zeitpunkt der Ernte und ist natürlich abhängig von der Sorte.
Merke: Je früher man erntet, desto milder ist der Rhabarber im Geschmack.
             Rote Stiele sind generell süßer als grüne Stiele.

Doch was ist eigentlich mit den Blättern? Warum werden diese nicht verwertet und gegessen? Rhabarber enthält Oxalsäure wie u.a. auch die Rote Bete. Vor allem in den Blättern ist die Konzentration der Oxalsäure sehr hoch. Der Mythos, Rhabarber sei giftig, ist dadurch nicht ganz unbegründet. Oxalsäure kann in zu hohen Mengen im menschlichen Körper Vergiftungserscheinungen auslösen und zum Beispiel zu Magen-Darm Beschwerden führen. In Verbindung mit Kalzium klaut die Oxalsäure dem Körper wichtige Mineralstoffe und kann so auch den Zahnschmelz angreifen. Vor allem Menschen, welche Nierenerkrankungen haben oder unter Gicht leiden, sollten auf oxalsäurehaltige Lebensmittel wie Rhabarber oder Rote Bete verzichten. Ein gesunder Mensch müsste schon sehr viel Stiele und Blätter des Rhabarbers verzehren, um schwere Vergiftungserscheinungen zu erlangen. Richtig zubereitet, ist Rhabarber für einen gesunden Menschen völlig unbedenklich und sollte von April bis Juni unbedingt auf den Speiseplan gehören. Wichtig ist, dass er nicht roh verzehrt wird. Er kann gebacken, eingekocht und entsaftet werden, dann ist er nicht nur bekömmlich, sondern auch unglaublich gesund. Der Frühlingsliebling ist ein vitalisierendes Gemüse mit tollen positiven Eigenschaften.

Rhabarber ist:

  •  sehr kalorienarm mit 13 kcal/100g
  •  verdauungsfördernd und hilft gegen Verstopfungen
  •  nervenstärkend und wirkt stimmungsaufhellend
  •  ein Schutz für die Haare und kann vor frühzeitigem Ergrauen helfen

Welche Sorten gibt es und was ist der Unterschied?

Rhabarbersorten können grob in sauer, mild und süß eingeteilt werden. Saure Rhabarbersorten sind sowohl von außen als auch von innen grün. Sie gelten als ertragreicher und sie gelten auch als die Sorten, mit dem höchsten Oxalsäure-Anteil. Die populärsten grünen Rhabarbersorten sind: „Goliath“, „Rosara“ und „The Sutton“. Etwas milder sind die Sorten mit grünem Fruchtfleisch und roter Haut. Sie sind jedoch weniger ertragreich als die reinen grünen Sorten.
Von den meisten aber geliebt und bevorzugt werden: „Frambozen Rood“, „Red Valentine“ und „Holsteiner Blut“. Die Namen verraten es bereits, es geht um die roten Rhabarbersorten, bei welchen sowohl Fruchtfleisch als auch Haut rot gefärbt sind und die einen vorrangig süßen Geschmack auf die Zunge bringen.

Worauf solltet ihr beim Kauf achten und wie lange hält er sich?

Wer keinen Rhabarber im Garten hat, muss auf die Stiele vom Wochenmarkt oder Supermarkt zurückgreifen. Grundsätzlich sollte beim Kauf erst mal der eigene Geschmack entscheiden. Mögt ihr eher den sauren Rhabarber greift ihr zu den grünen Stielen. Sollte es eher milder und süßlicher sein, solltet ihr die roten Rhabarberstiele mitnehmen. Ähnlich wie beim Spargel sollten die Stiele fest sein und die Schnittfläche am Ende des Stiels frisch und noch nicht eingetrocknet. Sollten die Kriterien erfüllt sein, könnt ihr beherzt zugreifen, auch wenn ihr den Rhabarber erst Tage später zubereiten wollt. Rhabarber ist ein robustes Gemüse und muss nicht direkt nach dem Kauf oder der Ernte verarbeitet werden. Die Stiele einfach in ein angefeuchtetes Tuch wickeln und in den Kühlschrank legen, das hält sie noch ein paar Tage frisch.
Rhabarber kann auch super auf Vorrat gekauft werden, denn er lässt sich easy einfrieren. Dafür einfach die Stiele waschen und in Stücke geschnitten verpacken. Sobald ihr den eingefrorenen Rhabarber benötigt, einfach auftauen und danach wie gewohnt verarbeiten.

Das könnt ihr aus Rhabarber machen:

Habt ihr schon mal ein herzhaftes Rhabarbergericht gegessen? Eher nicht, oder? Rhabarber ist eines der Gemüsesorten, welches ausschließlich in süßer Form verarbeitet wird. Besonders aus Kindheitstagen bekannt ist das Rhabarber-Kompott. Doch auch herrliche Kuchen, Marmeladen und auch Saft können aus dem Gemüse kreiert werden.
Kuchen, Torten und Blechkuchen sind gern gesehene Begleiter auf der sonntäglichen Kaffeetafel. Die Rhabarber-Stiele müssen für Backwaren nicht vorgegart werden. Einfach waschen, schneiden und von der faserigen Haut befreien, fertig. Durch das Backen im Ofen wird der Rhabarber gar und bekömmlich.

Natürlich haben wir euch ein paar tolle Rhabarber-Rezepte für euren Monsieur Cuisine zusammengestellt und wünschen euch viel Spaß mit dem süßen Gemüse. Lasst es euch schmecken.

© © NGV mbH, Foto: TLC Fotostudio
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Rezept von
Monsieur Cuisine
Rhabarbergelee
MC plus
6 Gläser
Mittel
Fertig in: 1:00 Std.
Zubereitungszeit: 15 Min.
Rhabarbergelee
© © NGV mbH, Foto: TLC Fotostudio
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Rezept von
Monsieur Cuisine
Erdbeer-Rhabarber-Käsekuchen
MC plus
12 Stücke
Einfach
Fertig in: 1:30 Std.
Zubereitungszeit: 10 Min.
Erdbeer-Rhabarber-Käsekuchen
© © NGV mbH, Foto: Rafael Pranschke, Lukas Kotremba, Mülheim an der Ruhr
Hallo, das ist ein CookingPilot-Rezept!
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Rhabarber-Milchreis-Tarte
MC connect
1 Tarte
Einfach
Fertig in: 1:45 Std.
Zubereitungszeit: 25 Min.
Rhabarber-Milchreis-Tarte
© © NGV mbH, Foto: Rafael Pranschke, Lukas Kotremba, Mülheim an der Ruhr
Hallo, das ist ein CookingPilot-Rezept!
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Rhabarbermüsli mit Joghurt und Honig
MC connect
4 Portionen
Einfach
Fertig in: 0:40 Std.
Zubereitungszeit: 10 Min.
Rhabarbermüsli mit Joghurt und Honig
© © NGV mbH, Foto: Studio Klaus Arras
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Rezept von
Monsieur Cuisine
Rhabarber-Smoothie
MC plus
2 Gläser
Einfach
Fertig in: 0:45 Std.
Zubereitungszeit: 5 Min.
Rhabarber-Smoothie