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31.05.2021

Kartoffeln

Kartoffeln_kleiner.jpg

Kartoffel vs. Süßkartoffel

Sie tragen zwar ähnliche Namen, doch so viel gemeinsam haben sie gar nicht. Ob gekocht, aus dem Ofen, als Kartoffelbrei oder frittiert als Pommes, in der Art der Zubereitung unterscheiden sie sich schon mal nicht, hier hängt es einzig vom persönlichen Geschmack ab, für welche Knolle man sich nun entscheidet. Doch was unterscheidet sie dann? Und was ist eigentlich mit dem Mythos Kartoffeln seien ungesund? Das und natürlich noch ein paar leckere Monsieur Cuisine Rezepte findet ihr in unserem neuen Artikel eures Monsieur Cuisine Magazins.

Wo kommen sie eigentlich her?

Wer Lust hat, sich Kartoffeln oder Süßkartoffeln im eigenen Garten anzubauen, sollte es unbedingt ausprobieren. Mittlerweile gibt es ein paar Süßkartoffelsorten, welche auch hier gut wachsen. Ursprünglich kommt die Süßkartoffel nämlich aus Mittel- und Südamerika, inzwischen wird sie aber auch in wärmeren Regionen der USA, in Südeuropa und in China angebaut. Die Süßkartoffel ist hierzulande vorrangig eine Importware, ganz im Gegensatz zur Kartoffel. Natürlich gibt es auch hier Importware in den Supermärkten, denn Kartoffeln wachsen wirklich weltweit. Ursprünglich kommt die Kartoffel auch nicht aus dem europäischen Raum, sondern aus den südamerikanischen Anden. Nach Europa kam sie erst im 16. Jahrhundert und zwar vor allem als Zierpflanze, aufgrund der schönen Blüte und des opulenten Laubes. Gegenwärtig ist die Kartoffel in all ihren Varianten nicht mehr vom Speiseplan wegzudenken.

Das Offensichtliche

Legt man die verschiedenen Kartoffelsorten neben eine Süßkartoffel, wird eines sofort ersichtlich: Form und Farbe sind unterschiedlich. Die Kartoffel ist eher rund oder oval, wohingegen die Süßkartoffel eher eine spitz zulaufende Knolle darbietet. Natürlich sticht sofort die Farbe der Süßkartoffel ins Auge, eine rötliche Schale und im Inneren ein Fruchtfleisch, welches gelb-orange oder gar violett sein kann. Dies liegt vor allem am Beta-Carotin, welches in einer „normalen“ Kartoffel kaum enthalten ist.
Nicht nur Form und Farbe der Knollen sind verschieden. Es handelt sich auch einfach um komplett unterschiedliche Pflanzen.
Die Kartoffel gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist eher mit Tomaten, Paprika und Tabak verwandt als mit der Süßkartoffel, welche zu den Windengewächsen gehört.
Alle Nachtschattengewächse enthalten Alkaloide in dem oberirdisch wachsenden Teil der Pflanze, also in den Blättern. Alkaloide rufen Vergiftungserscheinungen im menschlichen Körper hervor, weshalb die Blätter der Kartoffelpflanze nicht zum Verzehr geeignet sind. Die Blätter der Süßkartoffelpflanze hingegen sind bedenkenlos essbar. Doch im europäischen Raum kommen sie eher selten auf den Teller, da sie hier einfach nicht angeboten werden. Gegessen werden darf die Kartoffel übrigens nur gekocht oder gegart. Die Süßkartoffel kann auch roh gegessen werden, zum Beispiel als Raspeln in Salat.
Zu guter Letzt kommt der Geschmack. Natürlich schmeckt jede Kartoffelsorte anders, doch ganz eindeutig ist zu schmecken, dass eine Süßkartoffel ihrem Namen alle Ehre macht: Sie schmeckt einfach süß und zwar süßer als jede andere Kartoffel. Das ist auch kein Wunder, denn Süßkartoffeln enthalten bis zu 5g mehr Zucker auf 100g als eine Kartoffel. Was steckt noch alles in den Knollen?

Das Verborgene

Der Geschmack und der Name haben es bereits verraten, Süßkartoffeln enthalten Zucker und somit auch mehr Kohlenhydrate als Kartoffeln. Doch macht das die Süßkartoffel im Vergleich zur Kartoffel gleich ungesünder? Nein! Denn Süßkartoffeln haben eine viel höhere Nährstoffdichte als Kartoffeln, weshalb sie definitiv als gesund eingestuft werden können.
Die Süßkartoffel liefert reichlich Mikronährstoffe wie Calcium, Phosphor, Kalium, Folsäure und Eisen. Außerdem enthält die Süßkartoffel im Vergleich zur Kartoffel eine vierfache Menge an Mangan, welches für den Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Knorpelgewebe erforderlich ist. Aufgrund des hohen Gehalts an Beta-Carotin stärkt man bei regelmäßigem Verzehr das Immunsystem. Außerdem hält die Süßkartoffel jung ;-) Sie enthält das 90-fache an Vitamin E, welches die Zellen schützt und eine frühzeitige Alterung verhindert. Die Kartoffel punktet mit einem geringeren Brennwert und höheren Eisen- und Magnesiumwerten.

Die Geheimwaffen

Auch hier ist für jeden was dabei. :-) Wunderwaffen: resistente Stärke und Caiapo.
Die resistente Stärke entsteht beim Abkühlen der Kartoffeln nach dem Kochen. Zum einen können diese Stärken nicht komplett vom Körper abgebaut werden und liefern so viel weniger Kilokalorien. Zum anderen dienen sie als Energielieferant für gesundheitsfördernde Darmbakterien und unterstützen den Verdauungstrakt. Der Mythos Kartoffeln machen dick, ist folglich falsch. Die Dickmacher sind die Fette und das viele Salz, welche häufig für die Zubereitung von Kartoffelgerichten genutzt werden.
Wunderwaffe Caiapo: Dieser Stoff ist in der Schale der Süßkartoffel zu finden und eine tatsächliche Wunderwaffe. Caiapo kann bei Diabetes mellitus Typ II Erkrankten den Nüchternblutzuckerspiegel senken. Obwohl die Süßkartoffel also einen höheren Zuckergehalt hat als die Kartoffel, kann sie besser für Diabetiker geeignet sein und auf ganz natürliche Weise helfen.

Diese Knollen können einfach richtig was. ;-)

© © NGV mbH, Foto: TLC Fotostudio
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