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14.10.2020

Kürbis

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Kochen mit Kürbis

Seit Ende August kann man nun nach und nach immer mehr Kürbisse in den Supermärkten und auf den Wochenmärkten finden. Allein in Deutschland wachsen mehr als 200 verschiedene Speisekürbisse. Rechnet man die nicht essbaren Zierkürbisse noch hinzu, erreichen wir eine wahnsinnige Kürbisvielfalt. Weltweit gibt es rund 800 verschiedenen Sorten. Grundlage dafür sind gerade mal fünf verschiedene Wildformen, aus denen die bisher bekannten 800 Sorten gezüchtet wurden. Alles begann damit, dass der Kürbis im 16. Jahrhundert durch die Spanier nach Europa gebracht wurde. Den Ursprung hat der Speisekürbis also in Mittel- und Südamerika. Und wenn du jetzt denkst, Kürbis ist das Herbstgemüse schlechthin, dann müssen wir dir mitteilen: Kürbis ist gar kein Gemüse. Setzen wir uns die Botaniker-Brille auf, müssen wir feststellen, dass Kürbisse den Beerenfrüchten zugeordnet werden. Nichtsdestotrotz lassen sich aus ihm hervorragende Beilagen, Aufläufe, Suppen oder auch Gebäck zaubern. In Mittel- und Südamerika hat man bereits vor 10.000 Jahren die leckere Vielfalt des Kürbisses entdeckt. In Mitteleuropa wurde der Kürbis noch bis ins 20. Jahrhundert vorrangig als Viehfutter verwendet oder gar zur Ölgewinnung genutzt. Noch heute spielt der Kürbis in Amerika eine große Rolle, besonders an Thanksgiving und natürlich auch an Halloween. 

DIE TRADITION AN HALLOWEEN GESICHTER IN EINEN KÜRBIS ZU SCHNITZEN UND MIT EINEM TEELICHT ZU ERLEUCHTEN IST ÜBRIGENS EINE IRISCHE TRADITION. DAS FLACKERNDE LICHT SOLL DIE HERUMGEISTERNDE SEELE DES IREN JACK O’LANTERN DARSTELLEN. DIESER HATTE EINEN PAKT MIT DEM TEUFEL WESHALB SEINE SEELE NIE ZUR RUHE KOMMT.

So viel also zur Historie. :-) Doch welchen Kürbis können wir nun verarbeiten und wofür ist welcher Kürbis geeignet? Hokkaido und Butternut kennt so ziemlich jeder. Wir stellen dir hier weitere schmackhafte und beliebte Sorten vor. 

Hokkaido

Verarbeitung: geeignet für Suppen oder als Ofenkürbis

Geschmack: nussig

Schale: essbar

Butternut

Verarbeitung: sowohl roh als auch gegart köstlich, geeignet als Ofenkürbis und für Suppen

Geschmack: nussig-würzig

Gewicht: im Durchschnitt 1,5 kg

Schale: essbar, benötigt aber sehr viel Zeit um weich zu werden

Mittelgroßer Muskatkürbis

Verarbeitung: roh und gegart genießbar, geeignet für Suppen, Gemüsebeilage, Chutney oder Marmelade

Geschmack: intensiv, würzig

Gewicht: bis zu 5kg

Schale: essbar, benötigt aber sehr viel Garzeit um weich zu werden

Gelbe- und Rote Zentner

Verarbeitung: geeignet für Suppe, Aufläufe oder auch für Kuchen

Gewicht: Bis zu 30 kg 

Schale: essbar

Bischofsmützen

Verarbeitung: geeignet für Suppen und such gefüllt sind sie ein Genuss

Schale: nicht essbar

Gewicht: bis 1,5 kg

Spaghetti-Kürbis

Verarbeitung: nach dem Garen sieht das Fruchtfleisch aus wie einzelne Spaghetti, deshalb schmecken sie auch besonders gut mit einer Tomatensoße

Schale: essbar, wird aber eher nicht mitgegessen

Gewicht: bis 3 kg

Acorn oder Eichelkürbis

Verarbeitung: geeignet für Rösti und zum Überbacken 

Geschmack: leicht süßlich und nussig

Gewicht: bis zu 1,5 kg

Lil-Pump-Ke-Mon oder Mikrowellen-Kürbis

Verarbeitung: können im Ofen oder in der Mikrowelle zubereitet werden, geeignet mit pikanter oder süßer Füllung im Ganzen zu garen

Schale: essbar

Gewicht: bis zu 1 kg

Patisson oder Ufo

Verarbeitung: geeignet zum Schmoren, Braten oder sauer Einlegen

Schale: sehr kleine Ufo-Kürbisse können mit Schale gegessen werden

Lagerung: kurze Lagerzeit

Baby Bear

Verarbeitung: geeignet für Suppen, Kuchen, Püree und Konfitüren

Gewicht: „Mini-Kürbis“ mit max. 1kg Gewicht

Lagerung: lange Lagerzeit und lassen sich gut selbst anbauen

Schale: nicht essbar

Baby Boo

Geschmack: süßlich

Verarbeitung: geeignet zum rohen Verzehr, zum Füllen und Überbacken

Schale: essbar

Sweet Dumpling

Verarbeitung: geeignet für Aufläufe, Süßspeisen oder gefüllt aus dem Ofen

Gewicht: 500 g

Lagerung: lange Lagerzeit

Schale: essbar

Jack be little

Verarbeitung: geeignet zum Braten

Geschmack: süß und nussig, erinnert an Maronen

Gewicht: 400 g, er ist der kleinste „Mini-Kürbis“

Schale: essbar

Howden

Verarbeitung: geeignet für Suppen und Kuchen

Gewicht: bis zu 15 kg

Geschmack: süß und nussig

Schale: sehr fest und eher nicht essbar

Pink Jumbo Banana

Verarbeitung: geeignet zum Brotbacken, für Aufläufe, Pürees und Suppen

Geschmack: süß und nussig

Gewicht: bis 30 kg

Schale: nicht essbar

Halloween-Kürbis – umfasst die Sorten: Neon, Rocket, Spirit oder Aspen

Verarbeitung: am besten als Dekoration ;-)

Geschmack: sehr neutral und etwas langweilig

Schale: nicht essbar

Zucchini

Die Zucchini gehört zu den Kürbisgewächsen. Je kleiner jünger sie sind, desto besser schmecken sie. Probiere auch mal die gelben Zucchini. Auch diese sind sehr schmackhaft.

Solltest du einen Kürbis mit Schale verarbeiten wollen, achte darauf, Bio-Qualität zu kaufen, so ersparst du dir mögliche Pestizide, welche sich auf und ggf. in der Schale befinden. 

Wenn du dir deinen eigenen Kürbis im Garten anbauen möchtest, solltest du auf Nummer sicher gehen und die Saat in einem Fachgeschäft kaufen. Er sollte nicht in der Nähe von Zierkürbissen, Zucchini, Gurken oder Melonen angepflanzt werden. Eine mögliche Kreuzung durch die Pollen dieser Pflanzen lässt deine neue Zucht ungenießbar werden. Solltest du die Kürbiskerne deines gekauften Kürbisses nehmen und nicht sicher sein, ob deine Nachbarn nicht vielleicht doch Gurken o.ä. anpflanzen, musst du den Kürbis unbedingt in rohem Zustand verkosten, bevor du ihn zubereitest. Merke: Schmeckt der Kürbis bitter, ist er giftig! Riecht er unangenehm und nicht leicht süßlich und aromatisch, ist er giftig! Bevor du aber nun alle deine Kerne in den Müll wirfst, probiere sie doch mal im Ofen zu rösten! Kürbiskerne sind reich an Omega-6-Fettsäuren, Vitamin E, Kalium, Proteine, Magnesium, Eisen und Zink. Und vor allem schmecken sie einfach gut und geben jedem Gericht das fehlende i-Tüpfelchen. Das Vorbereiten der Kerne ist auch sehr einfach. Lege die Kerne einen Tag lang in Wasser ein und putze die Kerne anschließend, sodass jede Faser entfernt ist. Dann lasse die Kerne einen Tag lang trocken. Dann kannst du die Kerne nach Belieben würzen, ob herzhaft mit Meersalz und Knoblauch oder süß mit Honig und Zimt. Zack, so schnell hast du einen leckeren Snack!

Ob nun leckere geröstete Kürbiskerne, eine köstliche Suppe aus dem Fruchtfleisch oder eine schöne Herbstdekoration im Garten: Den Kürbis zu verarbeiten und mit ihm leckere Gerichte zuzubereiten, macht einfach Freude. Und was ist schon ein Herbst ohne Kürbis?

Also ran ans Schnitzen und Köcheln, es wird gut! :-)

© NGV mbH, Foto: Manuela Rüther
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