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30.10.2020

Powerfood Avocado

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Die Butterbirne 

Sie ist wohl derzeit eines der beliebtesten Obstsorten, obwohl sie noch vor 40 Jahren im europäischen Raum eigentlich nicht existent war. Mittlerweile ist die Avocado so beliebt, dass man sie als Trend-Food bezeichnen kann. Nicht umsonst wird sie auch liebevoll als „grünes Gold“, „Butter des Waldes“ oder eben „Butterbirne“ bezeichnet. Das zarte, grüne und eben buttrige Fruchtfleisch zergeht regelrecht auf der Zunge. Aufgrund ihres relativ neutralen Geschmacks und der zahlreichen pikanten und süßen Zubereitungsmöglichkeiten schmeckt sie so ziemlich jedem. Sie sieht aus wie ein Gemüse und schmeckt auch genauso dennoch ist sie aus botanischer Sicht dem Obst zuzuordnen. Man geht davon aus, dass es weltweit rund 400 verschiedene Avocadosorten gibt, welche sich allein in Form und Größe sehr stark unterscheiden. Von einem Gewicht zwischen 200 g und 2kg ist alles möglich. Doch was steckt eigentlich alles in dem Wunderobst, was kannst du beim Kauf beachten und warum solltest du das grüne Gold mit Bedacht verzehren, das alles haben wir dir hier zusammengefasst.

Avocado:

1.…ist gut für deine Muskeln.

2.…kann den Cholesterinspiegel senken.

3.…stärkt Dein Zahnfleisch.

4.…schützt Deine Körperzellen vor freien Radikalen.

5.…sorgt für eine gute Sehkraft.

6.…stärkt Deine Nerven.

7.…hat keine gute CO2-Bilanz.

8.…bekommt nicht jedem.

9.…hat insgesamt KEINE gute Umweltbilanz!

Einfach gesund!

Wenn du wirklich einmal Nervennahrung benötigst, dann greife ruhig mal zur Avocado anstatt zur Tafel Schokolade. Die Avocado ist voller großartiger Nährstoffe und Eigenschaften. In ihr stecken Vitamin B und Lecithin, welche die perfekte Nahrung für Gehirn und Nerven sind. Außerdem stecken in 100 g Avocado ca. 550 mg Kalium. Vor allem Muskeln und Nerven sind auf den Mineralstoff Kalium angewiesen, denn um vernünftig zu funktionieren, müssen unsere Zellen mit Kalium versorgt werden. Neben Kalium, Lecithin und Vitamin B liefert die Avocado noch weitere wichtige Nährstoffe, unter anderem Folsäure, Vitamin K und Vitamin E. Neben diesen zahlreichen Nährstoffen liefert die Butterbirne eine Unmenge an gesunden ungesättigten Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind unabdinglich für eine antientzündliche Ernährung und somit gut für das Herz. Für ein pflanzliches Lebensmittel ist die Avocado zwar sehr fettreich und hat sehr viel Kalorien (138 kcal pro 100 g), allerdings wäre die Avocado ohne dieses Fett gar nicht erst so gesund. Zum einen sind die ungesättigten Fettsäuren superwichtig für ein gesundes Herz, zum anderen kurbelt das in den ungesättigten Fettsäuren enthaltene Enzym Lipase sogar noch die Fettverbrennung an. Dieses Enzym steuert die Fettverbrennung bereits während der Verdauung. Aufgrund dessen wird das Fett der Avocado nicht gespeichert und nebenbei beschleunigt das Enzym sogar noch den Fettabbau im Körper. Wer also meint, er müsse aufgrund des hohen Fettgehaltes auf den Verzehr von Avocados verzichten, der leidet ganz umsonst. :-)Die Avocado ist übrigens auch ein perfekter Begleiter für Gemüse. Zahlreiche Gemüsesorten enthalten fettlösliche Nährstoffe wie Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K. In Kombination mit einer Avocado kann dein Körper diese wertvollen Stoffe erst richtig aufnehmen und verwerten. Obst und Gemüse passen also wunderbar gemeinsam auf einen Teller. :-)

Erst unreif, dann überreif

Ob Wochenmarkt, Bio-Laden, Supermarkt oder Discounter, du kannst die Avocado mittlerweile überall und das auch noch ganzjährig finden. Das häufigste Problem beim Avocado-Kauf ist allerdings, dass man nie so richtig weiß, ob man die Katze im Sack kauft. Trotz Etiketten, welche die Avocado als „verzehrfertig“ deklarieren, weißt du nie, ob die Avocado wirklich den perfekten Reifegrad hat. Das erfährst du erst, sobald du die Frucht aufgeschnitten hast. Deshalb ist es umso wichtiger, auf den Stielansatz zu achten. Lässt sich der Stielansatz lösen und ein schönes grünes Fruchtfleisch kommt zum Vorschein, ist das schon mal eine gute Grundlage für ein leckeres Fruchtfleisch. Solltest du Schimmel entdecken, ist vom Kauf der Avocado abzuraten. Doch auch wenn der Stielansatz unauffällig ist, kann das Fruchtfleisch dich mit braunen Flecken überraschen. Diese Flecken weisen darauf hin, dass die Avocado bereits verdirbt. Sollte die Schale zu leicht einzudrücken sein, ist dies auch ein Hinweis auf eine überreife Frucht. Da Avocados ähnlich wie andere Früchte, u.a. Äpfel und Bananen, noch nachreifen, empfiehlt es sich eine eher feste Avocado zu kaufen und zu Hause bestenfalls neben Äpfeln und Bananen zu lagern und nachreifen zu lassen. Sobald die Avocado in den Kühlschrank gelegt wird, wird der Nachreifprozess gestoppt. Lagere deine noch nicht angeschnittenen Avocados deshalb immer bei Zimmertemperatur.

Tipps zur Verarbeitung

Abwaschen ist das A und O! Bevor du beginnst, deine Avocado zu verarbeiten, solltest du die Avocado zwingend abwaschen, denn auf der Schale können sich Pestizide festsetzen, welche beim Aufschneiden ins Fruchtfleisch gelangen können. Nach dem Abwaschen kannst du deine Avocado wie gewohnt längs auf- und um den Kern herumschneiden. Das Fruchtfleisch kann nun ganz einfach ausgelöffelt werden. Sollte nur eine Hälfte benötigt werden, empfiehlt es sich, die Hälfte inkl. Kern zu lagern und mit Zitronen- oder Limettensaft zu beträufeln. Die Säure sorgt dafür, dass sich das grüne Fruchtfleisch nicht braun verfärbt.Das Fruchtfleisch der Avocado lässt sich super pürieren, mit einer Gabel zerdrücken oder ganz einfach in Würfel schneiden. Ganz individuell gewürzt macht sie somit eine hervorragende Figur in einem Salat, als Aufstrich auf Brot, als Dip für Chips und Gemüse oder gar als Sauce zu Pasta. Aber Achtung! Erhitze deine Avocado nie zu stark, denn dann verliert sie ihr köstliches Aroma und wird gar bitter. Zu Pasta solltest du die Avocado-Sauce also wie ein Pesto reichen.

Die Avocado und die Umwelt

Ihre Heimat hat die Avocado in Mittelamerika und da wird sie schon seit mehr als 10.000 Jahren angebaut und gegessen. Mittlerweile baut man die Avocado auch in anderen Regionen und Ländern an. Dazu zählen unter anderem auch der Norden von Mexiko, die USA und Länder wie Israel und Spanien. Die Avocado muss also einen weiten Weg auf sich nehmen, damit sie in unseren Obstregalen zu finden ist. Ob nun aus Israel, Spanien oder Mexiko, der Transportweg ist weit. Jetzt nimmt man an, dass Avocados aus Spanien oder Israel sicher eine bessere Umweltbilanz haben, da der Transportweg kürzer ist. Dies ist aber häufig nicht der Fall, denn der Transport aus Israel und Spanien findet meist per Flugzeug statt, welches eine schlechtere Ökobilanz aufweist als gekühlte Containerschiffe, die zum Beispiel aus Mexiko kommen. Neben einer schlechten Bilanz aufgrund des Transportweges benötigt die Frucht unglaublich viel Wasser im Anbau. Für einen Kilogramm Avocado benötigt man bis zu 1500 Liter Wasser. Vor allem in einem Wüstenstaat wie Israel heißt das, dass für den Anbau von Avocados auf Trinkwasserreserven zurückgegriffen werden muss. Trinkwassermangel sowie ausgetrocknete Flussbetten sind schwerwiegende Folgen des Avocado-Anbaus. Da die Nachfrage noch immer stetig wächst, werden weitere Avocadoplantagen erschaffen, dafür müssen natürlich weitere Wälder und Co. weichen. Die natürliche Artenvielfalt wird folglich in eine Monokultur umgewandelt, worunter natürlich auch die Pflanzen- und Tierwelt leidet. Zudem haben Monokulturen die Folge, dass die Pflanzen häufig angreifbarer für Schädlinge sind. Das führt dazu, dass chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die für Mensch und Tier nicht unbedenklich sind. Ein letzter Punkt, welcher die Ökobilanz der Avocado negativ beeinflusst, ist ihr Reifegrad. Damit die Avocados ihren Transport möglichst schadenfrei überstehen, werden die Früchte unreif geerntet. Dies hat aber zur Folge, dass der Reifeprozess künstlich unterstützt werden muss. Dafür werden die unreifen Avocados in riesigen klimatisierten Lagerhallen gelagert. Die Klimatisierung lässt die Avocados im Schnellverfahren nachreifen, wofür allerdings immense Energiemengen benötigt werden. Weite Transportwege, ein sehr hoher (Trink-) Wasserverbrauch sowie die künstliche Aufbereitung sorgen für eine sehr schlechte Ökobilanz der Avocado. Deshalb musst du aber nicht komplett auf den Verzehr des grünen Goldes verzichten, du solltest aber auf ein paar Dinge achten.

Wichtige Tipps für deinen Avocadoverbrauch

  • Es muss nicht jeden Tag Avocadobrot und Guacamole geben – kaufe mit Bedacht!
  • Achte auf die Herkunft!
  • Achte auf Bio- und Fair Trade-Siegel!
  • Verzichte auf Avocados mit Etiketten „Verzehrfetig“, diese wurden künstlich nachgereift.
  • Greife lieber öfter zu regionalem Obst und Gemüse!
  • Gönne dir die Avocado eher selten, dann erfreust du dich umso mehr an dem Genuss!
© NGV mbH, Foto: TLC Fotostudio
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